PSI-21 _Teil 1 Projektbeschreibung
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zum Teil 2: Eine kurze Einführung in die "PSI-losophie"
Grundlegend für das "Design" des Projektes PSI-21 war die evolutionäre Erkenntnistheorie von Rupert Riedel.
01.12.2004
In den Resümees der meisten der unzähligen Schriften, die nach ´PISA´ zur Überwindung der deutschen Bildungsmisere veröffentlicht wurden, scheinen sich die Autoren darin einig zu sein, dass es als Voraussetzung jeder schulischen Veränderungen vor allem der kollektiven Kraftanstrengung von Eltern, Lehrern und der Gesellschaft überhaupt bedarf. Stopp! - Gab es da nicht noch irgendjemand an der Schule?
Falls wir Erwachsenen vielleicht ein wenig dazu neigen sollten, Schüler als eigenverantwortlich handelnde Personen nicht ganz ernst zu nehmen, so könnte genau in dieser Haltung der Grund dafür liegen, dass Schülern oftmals die eigene Motivation zu lernen verloren geht.
PSI-21 ist ein Gestaltungsprojekt, das Lehrer wie Schüler aktiviert, ihnen Ressourcen zur Verfügung stellt und Prozesse der Kompetenzentwicklung auslöst.
Nicht jeder der Bereiche POLITIK, SCHULE und INTERNET sowie AGENDA 21 erfreut sich bei Jugendlichen heute gleich großer Beliebtheit.
Mit entsprechender Unterstützung könnte das Angebot von PSI-21 dies jedoch bald grundlegend ändern.
Eine nachhaltige Entwicklung im Interesse der folgenden Generationen sollte zwar längst eingeleitet sein und die Lippenbekenntnisse zur Beteiligung von Jugendlichen sind zahlreich, doch mit der Realität unserer Demokratie kommen Jugendliche während ihrer Sozialisierung praktisch nicht in Berührung.
Die bedeutendsten Werkzeuge, um ´mit der Agenda 21´ auch ans Ziel zu kommen, sind ´Bildung´ und ´Partizipation´. Obschon beide Bereiche als grundlegende Handlungsfelder des Agenda 21 Entwurfs genannt sind, werden sie bisher noch kaum ´selbstwirksam´, auf den Agenda 21-Prozess bezogen, angewendet.
Mit dem Projekt PSI-21 gibt es nun die Möglichkeit, am jetzt als ´Agenda-Buch´ vorliegenden Entwurf der Berliner Agenda 21 weiter zu arbeiten und daraus eine ´Agenda-Tagesordnung´ zu machen.
Der Vorteil dieses vielleicht zunächst sehr aufwändig erscheinenden ´Work-in-Process´ wäre es, dass am Ende dieses selbstgesteuerten lern- und erfahrungsorientierten Evaluations-Prozesses Schüler (Bürger) und Politiker über einen gemeinsamen verbindlichen und verbindenden Erfahrungshorizont verfügen. Neue Gesetze können von uns Bürgern somit nicht nur besser verstanden, sondern auch leichter akzeptiert und verinnerlicht werden.
Das Projekt PSI-21 bietet somit einen neuen Ansatz für ergebnisoffenes, selbst motivierendes und ´selbstwirksames´ Lernen in der Schule und in der Gesellschaft.
Entsprechend ihrer eigenen Interessen wählen die Jugendlichen selbst bei PSI-21 das zu bearbeitende Themenfeld aus. Angeregt durch die Fragen der Fraktionen sowie eigener Fragestellungen machen sich die Jugendlichen dann gemeinsam auf die Suche nach den Problemlösungen.
In der Pilotphase ist zunächst das Angebot in Berlin auf die kommunale Ebene beschränkt. Die späteren Erweiterungsoptionen für die Länder-, Bundes-, oder sogar europäischen Ebene (…) ließen sich nach den entsprechenden Klassenstufen auffächern.
Das Angebot von PSI-21 richtet sich an Schulkurse/-klassen ab der 8. Jahrgangsstufe, aller Schultypen. In der ´PSI-21 Pilotphase´ ist das Projekt noch auf 2-4 Schulen begrenzt.
Jede Klasse teilt sich in Arbeitsgruppen auf, die sich mit dem Fragenpaket einer Fraktion befassen und ihren Mitschülern die hinter den Fragestellungen stehenden Probleme erläutern sollen. Die Festlegung der Tagesordnung würde im Rahmen eines ergebnisoffenen Verfahrens Berliner Schülern überantwortet werden.
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